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Umwelt / Qualität

Geschichte

1963: Die Chemischen Werke Hüls AG stellen während der Kunststoffmesse K´63 erstmals das im Technikumsmaßstab nach eigenem Verfahren hergestellte Polyamid 12 VESTAMID® dem Markt vor.
Das Verfahren:


  • Trimerisierung von Butadien
  • Hydrierung von Cyclodecatrien zu Cyclododecan
  • Oxidation des Cyclodocecans zum Cyclododecanon
  • Umsetzung von Cyclododecanon mit Hydroxylamin zu Cyclododecanoxim
  • Herstellung von Laurinlactam durch Beckmannsche Umlagerung unter Verwendung von Ziegler-Katalysatoren

1966: Der erste Reaktor mit einer Leistung von 1200 Tonnen Polyamid 12 pro Jahr geht in Betrieb. Dieses wird unter der Marke VESTAMID® zu Formmassen, Beschichtungspulver und Copolyamid-Schmelzklebstoffen verarbeitet. Die Namen VESTOSINT® für die Polyamid 12-Pulver sowie VESTAMELT® für die Copolyamid-Schmelzklebstoffe werden erst zur Kunststoffmesse K´86 verwendet. Ebenfalls Mitte der 60iger beginnen die Entwicklungen des Polyamid 612.

1970: Die Chemische Werke Hüls AG und die Daicel Ltd., Tokio, gründen das 50:50-Joint-Venture Daicel-Hüls Ltd. in Osaka, Japan, zur Konfektionierung von Polyamid 12 und dessen Verkauf unter dem Namen DAIAMID in Ostasien.

1975: Die Produktion von VESTODUR® beginnt. Das Polybutylenterephtalat entsteht in einer Polykondensationsreaktion aus den Monomeren Dimethylterephtalat und 1,4 Butandiol.

1977: Betriebsversuche zur Herstellung der Polyamid 12-Elastomere starten. Sie werden in den kommenden Jahren unter dem Namen VESTAMID® E vertrieben.

1978: Unter der Marke VESTAMELT® beginnt Hüls mit der Markteinführung der Copolyester-Schmelzklebstoffe. 1986 werden auch die Copolyamid-Schmelzklebstoffe unter diese Marke gefasst.

1980: Hüls stellt das erste auf dem Markt erhältliche Polyoctenamer unter dem Handelsnamen VESTENAMER®  8012 vor. Die Forschungsarbeiten zu diesem Produkt starteten bereits 1971: Butadien wird katalytisch dimerisiert zu Cyclooctadien. Durch partielle Hydrierung wird Cycloocten gewonnen, das Monomer von Polyoctenamer.

1985: Der Firmenname Chemische Werke Hüls AG wird in Hüls Aktiengesellschaft geändert, entsprechend der schon 1964 eingeführten Wortmarke Hüls.

1985/86: Die ersten Musterlieferungen des Polyphenylenethers VESTORAN® bereiten die Markteinführung der patentierten Herstellung von Kunststoff-Kautschuk-Verbundteilen (K&K-Verbund) ohne Haftvermittler vor. Während der Kunststoffmesse K´86 kann sich erstmals ein breites Publikum über dieses kostengünstige und umweltschonende Verfahren informieren.

1988: Mit der Übernahme der Chemiesparte der Dynamit Nobel AG gelangt das transparente, amorphe Polyamid TROGAMID® T zu Hüls. Dynamit Nobel hatte dieses erste Polymer aus Dimethylterephthalat und Trimethylhexamethylendiamin bereits 1968 in den Markt eingeführt. Auch das Polyvinylidenfluorid DYFLOR® wechselt so in das Kunststoffangebot von Hüls.

1991: Die Substitution der aromatischen Anteile in transparenten amorphen Polyamiden vom Typ TROGAMID® T durch aliphatische Monomere führt zu transparenten Polyamiden, die eine inhärent bessere UV-Beständigkeit zeigen. Durch die gezielte Auswahl der Monomere cycloaliphatisches Diamin und Dodecandisäure entsteht ein kristallisationsfähiges, dauerhaft transparentes Polyamid, das 1995 die Differenzierung TROGAMID® CX für crystalline erhält.

1998 wird Hüls in eine strategische Chemieholding umgewandelt. Zusätzlich zu den bestehenden Tochtergesellschaften werden neue gegründet, unter anderem die Creanova Spezialchemie GmbH, die neben Produkten für die Lackindustrie das heutige Geschäftsgebiet High Performance Polymers umfasst.

1999: Durch die Eintragung der Verschmelzung der Degussa AG auf die Hüls AG entsteht rückwirkend zum 1. Oktober 1998 die Degussa-Hüls AG, in die die Creanova Spezialchemie GmbH überführt wird.

2000: Auf den Bau einer Pilotanlage erfolgt nun die Inbetriebnahme einer kommerziellen Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Polyamid 12. Das Verfahren war 1993 von Hüls entwickelt worden.

2001: Mit der Fusion der Degussa-Hüls AG und der SKW Trostberg AG zur neuen Degussa AG entsteht zu Beginn des Jahres der drittgrößte Chemie-Konzern in Deutschland und die Nummer Eins in der Spezialchemie weltweit. Unternehmenssitz wird Düsseldorf.

2005: Das im Juni gegründete Joint Venture JIDA Degussa High Performance Polymers Changchun Co. Ltd. (JIDA Degussa) geht nach Vorliegen aller behördlichen Genehmigungen zur Produktion von Polyetheretherketon im Dezember an den Start. An dem Jointventure hält Degussa über ihre chinesische Holdinggesellschaft 80 Prozent, die nordchinesische Jilin Universität 20 Prozent der Anteile. Die Vermarktung erfolgt durch High Performance Polymers unter der Marke VESTAKEEP®.

2006: High Performance Polymers übernimmt einige Halbzeuge der Röhm GmbH in sein Portfolio. Es sind dies der Polymethacrylimid-Hartschaum ROHACELL® sowie der Polyimid-Weichschaum SOLIMIDE®, Folien aus Polymethylmethacrylat PLEXIGLAS®, Platten- und Folien verschiedener Polymere mit der Marke EUROPLEX® und Polyimidfasern P84®.

2007: Seit 12. September 2007 ist High Performance Polymers ein Teil der Evonik Industries AG mit Sitz in Essen. Die Degussa GmbH firmiert nun als Evonik Degussa GmbH.

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